Willkommen im VDEI - Bezirk Karlsruhe

 Titelbild
 Foto: M. Hellmich

 

 Aktuelles aus unserem Bezirk:

  • der Bezirkstag 2020 am Mittwoch, den 11.03.2020, im DB-Casino in Karlsruhe wurde aus aktuellem Anlass (Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19) abgesagt und auf unbekannt verschoben.

    Über einen neuen Termin werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Vorstandschaft

Bezirksvorsitzender

Dipl. Ing. SFI Alexander Schmackpfeffer

Tel.: 0721/8299445

Karlsruhe@VDEI.de

 

Stellvertretender Bezirksvorsitzender

Eurail-Ing. Magnus Hellmich

Tel.: 0721/1809-214

Karlsruhe@VDEI.de

 

Bezirkschatzmeisterin

Dipl. Wirtsch. Ing. Sonja Weber

Tel. 0721/938-6336

Karlsruhe@VDEI.de

 

Bezirksschriftführer

Öffentlichkeitsarbeit

Eurail-Ing. Anton Mock

Tel.: 0721/938-7483

Karlsruhe@VDEI.de

 

Stellvertretende Bezirksschriftführerin

Dipl. Geol. Annette Schaber

Tel.: 0721/938-5335

Karlsruhe@VDEI.de

 

Jugendbeauftragter

M.Sc. Özhan Erdem

Karlsruhe@VDEI.de

 

Internetbeauftragter

M.Sc. Patrick Prestel

Karlsruhe@VDEI.de

Für Mitglieder

  • Erhalt der monatlichen Fachzeitschrift “Eisenbahn-Ingenieur“

  • Erhalt des jährlichen "Eisenbahn-Ingenieur-Kompendium"

  • Für viele der VDEI-Veranstaltungen erhalten Sie als Mitglied kostenlosen Zugang oder Preisnachlässe. Weiterhin können wir durch unsere Kooperationen für Mitglieder auch attraktive Zusatzleistungen anbieten, z.B. erhalten unsere Mitglieder vergünstigte Konditionen bei den DEVK Versicherungen

Fördermitgliedschaft

Bei einer Unternehmens-Fördermitgliedschaft im VDEI-Bezirk Karlsruhe kann unter anderem eine begrenzte Anzahl Ihrer Mitarbeiter kostenfrei an VDEI Bezirksveranstaltungen teilnehmen.

Bei Interesse an einer Fördermitgliedschaft wenden Sie sich gerne an uns unter Karlsruhe@VDEI.de.

Rückblick Termine

Rückblick:

10. MEET-Ing

Bereits zum 10. mal veranstaltete der Bezirk Karlsruhe am 30.01.2020 das Eisenbahn-Ingenieur-Meet-ING in Karlsruhe. Die Veranstaltung fand im Hotel Eden in der Nähe des Bahnhofs statt und wieder fanden ca. 50 interessierte Mitglieder den Weg dorthin. Zuständig für die Organisation und die Leitung war der stellvertretende Bezirksvorsitzende Magnus Hellmich.

Zu Beginn der Veranstaltung sprach Dr.-Ing. Dietmar Maier ein Grußwort, der auch in seiner Amtszeit als Vorsitzender des Verbandes vpi-EBA langjährig gute Kontakte zum VDEI hatte. Er sprach über die Bedeutung des lebenslangen Lernens und der Rolle des VDEI, der besonders in Karlsruhe unter Leitung des Kollegen Hellmich eine bedeutsame Entwicklung vollzogen hat. Maier wies darauf hin, dass Hellmich nicht nur der Organisator, sondern auch der Schöpfer dieser Veranstaltung ist. Nunmehr kann der Berufsverband in Karlsruhe folgende 3 Veranstaltungsrehen vorweisen:

  • Im Frühjahr: „Karlsruher Eisenbahn-Ingenieur-Meet-ING“ mit 3 kleineren Vorträgen
  • Im Sommer: „Sommerseminar“ mit einem Vortrag zu einem speziellen Thema
  • Im Herbst: „VDEI trifft Praxis“ mit Vorträgen zu Planung/ Baudurchführung zu einem Bauvorhaben

Zu diesen Veranstaltungen kommen inzwischen durchschnittlich ca. 50 Mitglieder.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Hellmich das Programm für die Abendveranstaltung vor, danach übergab er das Wort an den Bezirksvorsitzenden Alexander Schmackpfeffer. Schmackpfeffer begrüßte die Referenten sowie die Mitglieder und Gäste im Namen des Bezirksvorstands. Anschließend machte Kollege Hellmich auf weitere VDEI-Veranstaltungen regional und überregional aufmerksam und berichtet von Neuigkeiten aus der Eisenbahnwelt, wie

  • Geo-Portale
  • Aktualisierung der RVP – RVP 2019
  • Eisenbahnrechtsänderungen durch das geänderte AEG
  • Eisenbahnrechtsänderungen durch Durchführungsverordnungen der EU
  • DIN-Änderungen
  • BASt Allgemeines Rundschrieben Straßenbau ARS Nr. 18/2019
  • Muster-Hersteller u. Anwenderverordnung (MHAVO) und Muster-Verordnung über die Überwachung von Tätigkeiten mit Bauprodukten und bei Bauarten (MÜTVO) des DIBt
  • Arbeitshilfen VV BAU IOH/ VV IBG INFRA auf der Internetseite www.eisenbahnaufsicht.com

Danach begann M.Sc. Patrick Prestel von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft Karlsruhe und Mitglied im Vorstand des VDEI Karlsruhe seinen Vortrag „Wie funktioniert das -Systemschnittstelle EBO/ BOStrab“. Zuerst stellte er das Karlsruher Unternehmen der AVG vor, die mit über 180 elektrischen Triebwagen, 30 Bussen, 800 Mitarbeitern knapp 75 Millionen Fahrgäste pro Jahr auf einem Streckennetz bzw. öffentlicher Eisenbahninfrastruktur von 286,9 km befördern. Bei 92,3 km handelt es sich um eigene Streckenbereiche, 171,6 km sind langfristig von der Deutschen Bahn gepachtet. Hinzu kommen 23 km, die gemäß der BOStrab befahren werden. Die AVG ermöglichte das erste Mal bundesweit mit dem Karlsruher Modell das Befahren von Eisenbahngleisen im EBO-Bereich mit Straßenbahnen nach BOStrab. Prestel zeigte die rechtliche Struktur im Schienenverkehr mit der Einteilung von Schienenbahnen nach Eisenbahnen gem. AEG, EBO und Straßenbahnen gem. PBefG, BOStrab auf. Zudem werden Eisenbahnen nach Bundeseigenen Eisenbahnen, wie z.B. die DB AG, und nichtbundeseigene Eisenbanen, wie die AVG, unterschieden. An einem praktischen Beispiel erläuterte Prestel eindrucksvoll den Übergang von Schienenfahrtzeugen vom EBO-Bereich auf den BOStrab-Bereich.

Den zweiten Vortrag zum Thema „Worauf fahren wir – Die Digitalisierung des Fahrwegbestands" hielt M.Sc. Maximilian Bade, BIM-Manager bei der OBERMEYER Planen + Beraten GmbH. Unterstützt wurde er in der Erstellung von Ing., M.Sc. Marc Kückmann. Zuerst stellte Bade die 1958 in München gegründet Planungsgesellschaft vor, welche mit mehr als 950 Mitarbeitern an 19 Standorten schwerpunktmäßig Gesamtplanung sowie auch fachlichen Einzelplanungen tätigt. OBERMEYER beschäftigt sich seit ca. 1995 mit Building Information Modeling (BIM) in der Infrastruktur bzw. im Hochbau und realisierte 2017/2018 ein BIM-Piloten des BMVI. Im Projekt der Gleisachsenbestimmung mit dem Gleismessfahrzeug EM100VT stellte Bade die Nutzung der Digital-Twin-Technologie als Weltneuheit dar, wobei eine automatische Erfassung der Gleisvermarkungspunkte mit 100 km/h erfolgte. Dies war Grundlage für die „Digitale Feldfabrik“ und die „Digitale Streckenplanung“ gemäß BIM-Anforderungen Multi-Sensor-Fusion. Damit ist man anschließend in der Lage einen Lage- und Höhenplan mit Querprofilen bzw. ein konsistentes achsbasiertes Datenmodell für eine Begehung, dem Streckenmodell, einer Massenermittlung und Planungsunterlagen für Ausschreibungen zu erstellen. Mit einer ausgewählten Kombination von Punktwolke, Volumenkörper und Objekten als 3D-Modell können Ausleitungen aller Planunterlagen, Massenermittlungen aus dem Modell und die Steigerung der Genauigkeit und Transparenz ermöglicht werden.

Den letzten Vortrag hielt Prof. Dr.-Ing. Jan Akkermann von Krebs+Kiefer Karlsruhe und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe zum Thema „Stahlbautechnische Herausforderungen – die Kienlesbergbrücke in Ulm“. Die Kienlesbergbrücke selbst ist inzwischen ein neues Wahrzeichen und überspannt den Bahnberiech in einem komplexen Umfeld zwischen dem neuen Tunnelportal der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm, der Bestandstrecke Stuttgart – Ulm und dem Ulmer Hauptbahnhof. Zuerst ging Akkermann sehr anschaulich auf die vielfältigen Zwangspunkte aus Trassierung und Gestaltung der semi-integralen Fußgänger- und Straßenbahnbrücke ein. Aber auch die Statik der Brücke mit den verschiedenen Beanspruchungen oder verschiedenen Stützenstellungen stellten Planer und Baufirma vor hohe Herausforderungen, die auch teilweise genial gelöst wurden. Schwierig war es auch vor allem die Baustelleneinrichtungsflächen, die Montage der Brücke und das Taktschiebeverfahren in einem sehr vielfältigen Areal mit verschiedenen Verkehrsebenen zu realisieren. Dies zeigte Akkermann anschaulich mit vielen Bildern in Übersicht und Details auf. Er ging selbst auch auf die besondere Architektur einer 3. Brücke, neben der historischen Neutorbrücke und B10-Zügelgurtbrücke, und den damit verbundenen besonderen Ansprüchen und Gestaltungelementen ein. Auch Details zu der Brücke als Straßenbahnüberführung mit der Festen Fahrbahn und der Oberleitungsanlage wurden den Zuhörern dargelegt, wie auch Details zur Gestaltung des Fuß- und Radwegbereiches mit Elementen zum Verweilen, wie Sitzgruppen und Aussichtsareals, oder auch der interessanten Gestaltung des Geländers in der Kombination von Holz und Stahl.

Es lässt sich abschließend festhalten, dass die Veranstaltung wie immer erfolgreich und gut organisiert durchgeführt wurde und auch bei den Mitgliedern und Gästen wieder großartig Anklang fand, was der anschließende gesellige Teil der Jubiläumsveranstaltung auch bewies.

Hier finden Sie den dazugehörigen Flyer.

 10.Meet Ing
 Abbildung: v.l.n.r. D.H. Maier, M. Bade, J. Akkermann, P. Prestel, S. Weber, M. Hellmich

VDEI trifft Praxis

Am Donnerstag, den 14.11.2019, fand wieder unsere jährliche Veranstaltung "VDEI trifft Praxis" im Hotel Eden in Karlsruhe statt, mit spannenden Vorträgen zu den Themen "2. Ausbaustufe S-Bahn Rhein-Neckar" und "Wie entsteht ein Haltepunkt?“
Mehr Informationen finden Sie im dazugehörigen pdf Flyer. (245 KB)

9. Sommerseminar im Bezirk Karlsruhe

Am 11. Juli 2019 führte der VDEI-Bezirk Karlsruhe sein 9. Sommerseminar durch. Circa 30 interessierte Mitglieder des VDEI und Gäste wurden durch den Vorsitzenden des Bezirkes Alexander Schmackpfeffer begrüßt. Als besonderer Gast nahm Kollege Dr.-Ing. Joachim Warlitz, VDEI-Vizepräsident, am diesjährigen Sommerseminar teil. Die Veranstaltung wurde inhaltlich mit den Ausführungen des stellvertretenden Vorsitzenden Magnus Hellmich zum Thema „Neues aus der Eisenbahnwelt“ eröffnet. Dabei ging Hellmich auf die Weiterentwicklungen und Veröffentlichungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Eisenbahnwesen (u.a. EIGV, VV BAU, VV IBG INFRA) ein.

Anschließend referierte Herr Dipl.-Ing. Jan Mauler, Leiter des technischen Büros Region Südwest der DB Energie GmbH, über das Thema „Vom Bahnstromnetz zur Oberleitung“. Dieser begann mit einem Überblick der verwendeten Bahnstromsysteme in Europa und ging über in die grundsätzliche Unterscheidung von zentralen und dezentralen Bahnstromversorgungskonzepten. Weiter wurden Fragen erläutert, ob in Deutschland eigentlich Wechselstrom mit 16,7Hz oder 16 2/3Hz in die Oberleitung eingespeist wird und was der Unterschied zwischen einem Umformer und einem Umrichter ist.
Mauler stellte sehr anschaulich den Weg der elektrischen Energie von der Erzeugung bis zum Fahrzeug vor. Das dezentrale Bahnstromversorgungskonzept, wie es in weiten Teilen Deutschlands eingesetzt wird, bezieht seine Energie aus dem öffentlichen 50Hz-Netz oder direkt aus Bahnstromerzeugungsanlagen wie Wasserkraftwerken. Von dort wird die Energie über Umformer (mechanisch) oder Umrichter (Leistungselektronik) in Form von 110 Kilovolt (kV)-Wechselspannung und mit einer Frequenz von 16,7Hz an die Unterwerke in Gleisnähe übertragen. Die auf 15kV transformierte elektrische Energie wird von dort flächig in die Oberleitung eingespeist und kann durch einen elektrischen Triebwagen in kinetische Energie umgewandelt werden. Um den Stromkreis zu schließen wird der Stromfluss über die Radreifen und die Gleise zurück zum Unterwerk geschlossen. Herr Mauler ging vertiefend noch auf weitere Infrastruktur der elektrischen Energieversorgung wie Schaltposten und Kuppelstellen ein. So ist das Bahnstromsystem zur Stabilisierung mit dem der Österreicher und der Schweizer über mehrere Netzkupplungen verbunden. Hierbei ist es wichtig, dass zu jedem Zeitpunkt so viel Energie in das Bahnstromnetz eingespeist wird, wie entnommen wird. Aus diesem Grund ist eine weitere wichtige Aufgabe der DB Energie das Lastverteilungs- und Kraftwerksmanagement. Hierbei muss unter wirtschaftlichen und umwelttechnischen Aspekten die Energieerzeugung zum jeweiligen Bedarf angepasst werden. Da die DB Energie innerhalb des Konzerns die ausgewiesene Expertin für die Betriebsführung von elektrischen Stromnetzten ist, betreibt sie nicht nur ihr eigenes 110kV-Netz sondern auch das 15kV-Oberleitungsnetz der DB Netz AG. So sind die sieben Zentralen Einschaltstellen (ZES) der DB Energie zugeordnet.
Weiter zeigt Mauler eine Zugfahrt eines ICE 3 von Berlin nach Hamburg aus der Sicht der Energieversorgung. So wird die Infrastruktur der Stromversorgung durch kurze, hohe Lasten (z.B. bei Anfahrt des Zuges) kaum belastet, wohingegen eine dauerhafte, mittelmäßige Belastung durch Erwärmung der Oberleitung aus Kupfer mechanisch stark zusetzt. Aus diesem Grund wird der Stromfluss dauerhaft gemessen und überwacht. Mauler stellt im Rahmen dessen noch weitere Schutzkonzepte im System vor. So werden Anlagen, Personen und die Stabilität des Netzes durch verschiedene Schutzeinrichtungen vor Unregelmäßigkeiten geschützt und dauerhaft überwacht.

Beim anschließenden Buffet und einem gemütlichen Beisammensein konnten sich die anwesenden Mitglieder und Gäste weiter austauschen und vernetzen. Im Anschluss gab Herr Dr. Warlitz noch einen interessanten Überblick über die aktuellen Themen des Präsidiums.

Die Vorstandschaft möchte den Referenten für die gelungene Veranstaltung danken und verweist an dieser Stelle bereits auf die Veranstaltungen „VDEI trifft Praxis“ mit einem Thema von DB Station&Service im Herbst 2019 und das 10. Meet-ING am 30.01.2020.

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Abbildung: Mauler erklärt den Stromfluss mit einfachen Worten