Aktuelle Aktivitäten

Einladung: Zum VCD -Themenabend am 06.11.2019 recht herzlich einladen

Am Mittwoch, den 06.11.19 findet ein VCD-Themabend zum Thema Regionalisierungsmittel statt. Frau Astrid Klug, Abteilungsleiterin Verkehr im MWAEV erläutert, wie das Ministerium die Regionalisierungsmittel des Bundes für den Schienenpersonennahverkehr des Saarland verwendet. Die Veranstaltung findet im Ministerium, Franz-Josef-Röder-Straße 17, 66119 Saarbrücken von 18:00 bis ca. 19:30 statt. Rückfragen und Anmeldung per Mail an: saarland@vcd.org.

Über eine rege Teilnahme an der Veranstaltung würden wir uns sehr freuen.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Bitte Info auch an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterleiten

 

 

Vergangene Aktivitäten

2019

 

Bericht: FES.bi*  Exkursion

 

Wie auch in den vergangenen Jahren bestand auch dieses Jahr wieder für VDEI Mitglieder die Möglichkeit, an der von unserem Kooperationspartner FES.bi * organisierten Exkursion teil zu nehmen.

Ziele der Exkursionen waren

  • Brückenbaustelle in Ettelbrück Luxemburg
  • Baustelle des neuen Verwaltungsgebäudes der Bank BNP Parisbas in Brüssel
  • Vertretung des Saarlandes in Brüssel
  • Justizpalast Brüssel
  • Firma REKO im Hafen von Rotterdam
  • Measland Sperrwerk
  • Hafenrundfahrt

Brückenbaustelle „Pont Patton“ in Ettelbrück Luxemburg

Da die am westlichen Rand der Stadt Ettelbrück gelegene, über eine Eisenbahnlinie und den Fluss Sauer führende Steinbogenbrücke den heutigen Verkehrsanforderungen nicht mehr genüg wird parallel zur alten Brücke der N 7 eine neue 177 m lange und 17 m breite Brücke als Stahlkonstruktion neu gebaut. Die in Belgien aus Stahlblechen der der Dillinger Hüttenwerke gefertigten Brückenteile werden per Sondertransport über die Straße angeliefert und auf der Baustelle mit Mobilkränen auf den Montageplatz am linken Sauerufer abgelegt. Nach dem Verschweißen der Bauteile erfolgt der Verschub über den Fluss und die Eisenbahnlinie mit Hilfe von Seilwinden. Nach einer Präsentation des Bauprojektes wurden dann die einzelnen Bauphasen im Rahmen einer Baustellenbegehung erläutert.

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Baustelle des neuen Verwaltungsgebäudes der Bank BNP Parisbas in Brüssel

Im Stadtgebiet von Brüssel entsteht die neue Zentrale für BNP Paribas Fortis, einen führenden europäischen Bankversicherer. Der Neubau verfügt über eine Bruttofläche von 103.500 m² und mit fünf Unter- und sieben Obergeschossen bietet er Platz für rund 4.500 Mitarbeiter.
Das Gebäude beeindruckt durch die futuristische Fassade, die aus einem Raster vertikaler Säulen aus weißem Beton gebildet wird, die Bestandteil des selbsttragenden Betonskelettes sind. Die Oberflächenstruktur der Stirnseiten dieser Säulen und die darin enthaltenen grünen Mineralgranulate sollen der Fassade einen besonderen Charakter verleihen. Bei der Gestaltung des Gebäudes wurde besonders Wert darauf gelegt, dass es sich gut in die Siedlungsstruktur der Umgebung einpasst.
Das Gebäude wird mit moderner Gebäudetechnik ausgestattet sein. U.a. soll durch den Einsatz von Sonnenkollektoren und einem Wärmespeicher im Tiefgeschoss die Klimatisierung des Gebäudes emissionsfrei erfolgen.

Wegen der Lage der Baustelle im innerstädtischen Bereich, fehlender Lagermöglichkeiten und der Verkehrssituation im Umfeld ist eine ist eine leistungsfähige Just - in - Time -Baustellenlogistik erforderlich.

Da unterhalb der Baufläche eine U Bahnlinie verläuft, deren Betrieb aufrechterhalten werden musste, waren währen der Abrissarbeiten der alten Bebauung und den Gründungsarbeiten für den Neubau aufwendige Sicherungsmaßnahmen zum Schutz des U Bahntunnels erforderlich.

An die Vorstellung des Bauprojektes durch die Bauleitung schloss sich eine Führung über die Baustelle an.

 

Justizpalast Brüssel

Der Justizpalast von Brüssel ist das bedeutendste Gerichtsgebäude Belgiens. Es wurde zwischen 1866 und 1883 nach Plänen des Architekten Joseph Poelaert im Stil des Eklektizismus errichtet und war mit einer Grundfläche von 26.000 m² der größte Justizpalast des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude besitzt acht Innenhöfe, 27 Gerichtssäle und 245 weitere Räume.
Bereits seit 30 Jahren ist das Gebäude eingerüstet. Neben der Außenfassade sind umfangreiche Sanierung an den tragenden Eisenkonstruktionen des Bauwerkes erforderlich. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge ist mit einer Beendigung aller Sanierungsarbeiten nicht vor 2040 zu rechnen. Nach einem Vortrag zu dem Stand der Sanierungsarbeiten erfolgte eine Führung durch das imposante Gebäude.

 

REKO - Recycling von teerhaltigen Baustoffen

In Rotterdamer Hafengebiet betreibt die Firma REKO eine thermische Behandlungsanlage zur Gewinnung von Sand, Kies und Füllstoffe aus mineralischen Reststoffen. Als Rohstoff verwendet das Unternehmen teerhaltiger Straßenaufbruch aus Straßenbauprojekten sowie Dachpappe aus Abbruchprojekten. Die im Jahre 2006 in Betrieb genommene Anlage bearbeitet jährlich mehr al 600.000 t teerhaltiger Abfälle in 3 Drehrohröfen. Bei Temperaturen bis 1000° C werden die Abfallstoffe thermisch behandelt, so dass die schädlichen Inhaltsstoffe vollständig verbrennen.
Die thermische Reinigungsanlage nutzt Erdgase für die Zündung der brennbaren Komponenten von Asphalt und Dachpappe. Da dabei alles, was verbrennen kann, einschließlich Teer und PAK, verbrennt, wird vier- bis fünfmal so viel Energie bei dem Behandlungsprozess freigesetzt wird, wie in die Anlage eingespeist wird. Die heißen Abgase der Anlage werde zur Erzeugung von Dampf genutzt, der dann über eine Dampfturbine in Strom umgewandelt wird oder ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Jährlich werden ungefähr 30.000 Megawatt an Strom erzeugt. Eine aufwändige Rauchgasbehandlung gewährleistet, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Die anfallenden Filterstäube finden als Zuschlagstoffe in der Bauindustrie Verwendung. Der im Zusammenhang mit der Rauchgasentschwefelung anfallende Gips findet ebenfalls Verwendung in der Bauindustrie. In den letzten zwölf Jahren hat diese Anlage bereits 7,2 Millionen Tonnen sauberen Sand und Kies für die niederländische Bauindustrie erzeug.
Auf dem Gelände der Firma REKO wird Zurzeit ein 2 Behandlungsanlage mit einem ca. 75 m langen Drehrohrofen errichtet. Die Reinigungsleistung dieser Anlage soll bei jährlich 1,2 Millionen Tonnen liegen. Auch bei dieser Anlage soll die Abwärme zur Erzeugung von Dampf zur Stromerzeugung und zur Einspeise ins Fernwärmenetz genutzt werden. von Strom und
Mit der Realisierung dieses Projekts ist mit einer Investition von EUR 125 Millionen verbunden.
Nach Fertigstellung der neuen Anlage im Jahre 2020 verfügt die Firma REKO über die weltweit größte Kapazität zum Recycling teerhaltiger Abfallstoffe. Wegen der verkehrsgünstigen Lage von REKO im Rotterdamer Hafen und der vorhandenen eigenen Umschlagsanlagen können große Mengen teerhaltigen Asphalt auf dem Wasserweg sowohl mit Binnenschiffen als auch mit Küstenmotorschiffen aus ganz Europa angeliefert werden.

 

Measland Sperrwerk

Bedingt durch die topographische Situation der Niederlande wären ohne den Schutz von Deichen und Sperrwerken 40 % der Landesfläche ständig unter Wasser. Um Flutkatastrophen wie in Jahre 1953 zu verhindern, bei der 1836 Menschen ums Leben kamen und im Hinblick auf den durch den Klimawandel zu erwartenden Anstieg der Meerespegel hat die Verbesserung des Hochwasserschutzes in den Niederlanden eine hohe Priorität.

In der Provinz Zeeland begann man 1991 mit dem Bau eines Sturmflutsperrwerkes am „Neuen Wasserweg“ bei Het Scheur nahe Hoek van Holland. Zur Abschottung dieser Stark befahrenen Wasserstraße entschied man sich zum Bau zweier kreisförmiger, drehbarer Tore. Die jeweils 22 m hohen und 210 m langen und aus 18 Einzelsegmenten zusammengesetzten Sperrtore sind durch 237 m lange, als Fachwerkkonstruktion ausgebildeten Arme, in den Lagerpunkten mit einem Kugelgelenk von 10 m Durchmesser und 680 t Gewicht verbunden. Die Wandstärke der in der Fachwerkkonstruktion verbauten Stahlrohe beträgt bis zu 90 mm
Bei normalem Wasserstand sind sich die Tore in Trockendocks am Ufer der Wasserstraße, so dass Schiffe ungehindert passieren können. Bei einer drohenden Sturmflut werden die Docks geflutet. Dadurch schwimmen die als Hohlkörper ausgebildeten Tore auf. Mit zwei redundanten Hydraulikmotoren werden die Tore um ihren Drehpunkt bis zur Mitte der 360 m breiten Wasserstraße geschwenkt. Dort werden die Tore geflutet und auf den Grund der Schifffahrtsstraße abgesenkt. Kurz vor der Bodenberührung entsteht eine starke Strömung zwischen den Torunterseite und dem Auflagefundament so dass Auflagefundament von Ablagerungen und Schlick befreit wird. Um die Torsegmente vor Beschädigungen zu schützen, wird der Wasserweg nicht vollständig abgeschottet. Die Segmentenden nähern sich in der Gewässermitte nur bis zu einem Meter. Die Schließung der Wasserstraße dauert genau 2½ Stunden. Zum Öffnen der Fluttore wird das Wasser aus den Toren abgepumpt und die Tore werden wieder in die seitlichen Docks am Ufer eingeschwommen.
Jedes Jahr im September werden zur Überprüfung die Funktionstüchtigkeit die Fluttore geschlossen.

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Bericht: Zweiter Themenabend zum Schienenverkehr im Saarland

 

Am Mittwoch den 28. August hatte der VCD Saarland in Kooperation mit BF Bahnen und dem VDEI Bezirk Saarland / Rheinland-Pfalz zu einem Vortrag mit dem Thema  "Perspektiven zum saarländischen Schienenverkehr" eingeladen. Die Veranstaltung fand mit mehr als 50 Teilnehmern eine große Resonanz. Zu Beginn der Veranstaltung stellten sich alle Teilnehmer vor. Neben interessierten Nutzern des ÖPNV waren das regionale Fernsehen und Vertreter der regionale Presse sowie Kommunalpolitiker, Vertreter von Verbänden und Organisationen, die sich mit dem OPNV in der Region beschäftigen, anwesend.

Herr Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für die Regionen Hessen, Rheinland - Pfalz und Saarland, gab zunächst einen Überblick über die Verkehrssituation im Nahverkehr sowie zu den regionalen Verkehrsstationen, dem Stand der Erneuerungen und zur Finanzierung der Projekte. Auch ging er in seinem Vortrag auf die Ausweitung der grenzüberschreitenden Verkehre nach Frankreich und Luxemburg ein. Seine Ausführungen zur angeblich guten Situation des Fernverkehrs in der Region fand jedoch wenig Zustimmung beim Publikum. Bemängelt wurde von Seiten der Zuhörer, dass sich bereis vor Jahren die Zahl der durchgängigen Reiseverbindungen des Fernverkehrs erheblich verschlechtert hat.
Ferner ging Herr Dr. Klaus Vornhusen in seinem Vortrag auf den Deutschland Takt 2030 und den Alleo Kooperationsvertrag zwischen der SNCF und der DB bezüglich des Hochgeschwindigkeitsverkehrs zwischen Deutschland und Frankreich ein. Er erläuterte auch die Situation des Schienengüterverkehrs in der Region und gab einen Überblick über die Aktivitäten von DB Cargo.

Herr Rüdiger Weiss, Leiter Fahrplan und Vertrieb bei DB Netz AG in Karlsruhe, stelle in seinem Vortrag die Modernisierungen zur Schieneninfrastruktur der POS Nord vor. Auch äußerte er sich zu den im Koalitionsvertrag der Regierung angesprochenen und zur Elektrifizierung vorgesehenen Streckenabschnitte wie Gau Algesheim – Bad Kreuznach – Neubrücke und Wemmetsweiler - Lebach. Weitere Themen seines Vortrages waren die Reaktivierung von Schienenstrecken wie z. B. Homburg – Zweibrücken, Merzig Hbf – Merzig Ost – Dellborner Mühle, Primstalbahn sowie der Strecke nach Überherrn und die Wiederaufnahme des Güterverkehrs auf der Niedtalstrecke nach Bouzonville in Frankreich.
Zu den Reaktivierungen von Strecken für den Personenverkehr bleibt noch anzumerken, dass diese von den regionalen Aufgabenträgern des ÖPNV anzustoßen ist und nicht von der DB. Leider ist zur Zeit nicht erkennbar, dass von Seiten der saarländischen Landesregierung Anstrengungen unternommen werden, um Strecken für den ÖPNV zu reaktivieren.

 

Besichtigung des Ausbildungszentrums für Signaltechnik der SNCF in Moulin Neuf bei Paris.

Voraussichtlich im Oktober besteht die Möglichkeit, das << Centre de Formation de Moulin Neuf >> der Französischen Eisenbahn SNCF zu besichtigen. Dieses Ausbildungszentrum für LST Technik ist vergleichbar mit dem Ausbildungszentrum der DB in Wuppertal. Herr Dr. Marc Antoni bietet eine deutschsprachige Führung an und wird bei einem Rundgang durch das Freigelände die derzeit in Frankreich vorhandenen Stellwerkstypen mit der dazugehörigen Signaltechnik vorstellen und die Unterschiede zu den vergleichbaren Anlagen der DB erläutern.

Eventuell besteht auch die Möglichkeit einen Vortrag über den Stand der derzeitigen Entwicklungen der Signaltechnik bei der SNCF zu organisieren.

Interessenten für diese Exkursion melden sich bitte unter saarbruecken@vdei.de.

 

Ankündigung 2. Themenabend unseres Kooperationspartners VCD* Saarland

Termin: 28.08.2019 

Veranstaltungsort:  Großer Sitzungssaal der historischen  Eisenbahndirektion

                               Saarbrücken  am Hauptbahnhof

                               (Zugang über den Innenhof  des Gebäudes)

Beginn : 18:00 Uhr

 

Dies sind die Themen der Veranstaltung: 

  • Infrastrukturausbau und Digitalisierung der Bahnstrecke Mannheim – Saarbrücken – Forbach/Grenze (POS Nord) zur Ermöglichung der Höchstgeschwindigkeit 200 km/h und den hieraus folgenden Konsequenzen für die Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträger im Hinblick auf die Fahrzeugbeschaffung
  • Engagement der DB Netz AG für Reaktivierungen/Mehrverkehr auf Schienenstrecken im Saarland - auch auf den Strecken, die von DB Netz AG an andere Unternehmen verpachtet sind
  • Angebot im Fernverkehr: Stand Angebotsoffensive/Ziele ab Saarbrücken und Ausweitung Alleo-Verkehr*

Ausserdem:

Verkehrsentwicklungsplanung Saarland (VEP Saarland)

Reaktivierung/Mehrverkehr auf den Strecken Dillingen – Niedaltdorf – Bouzonville (Verlängerung nach Thionville bzw. Luxembourg) bzw. Völklingen – Überherrn – Bouzonville)

Referenten:    Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG

                       Rüdiger Weiss von DB Netz AG, Leiter Fahrplan und Vertrieb

 

Über eine rege Teilnahme an der Veranstaltung würden wir uns sehr freuen.

Exkursion 2019 „Baustellen und Co. Benelux“ 16.10 bis 19.10.2019

Wie in den vergangenen Jahren besteht auch dieses Jahr für VDEI Mitglieder unseres Bezirkes die Möglichkeit zur Teilname an einer Exkursion unserer Partnerorganisation FES.bi

Programm (vorläufig)

Mittwoch 16.10.19

  • 12:00 Uhr Abfahrt Saarbrücken (HTW, Goebenstraße 40)
  • 14:00 Uhr Baustelle Luxemburg
  • 16:30 Uhr Weiterfahrt nach Brüssel
  • 19:30 Uhr Ankunft Brüssel, Stadtrundgang, Übernachtung in Brüssel

Donnerstag17.10.19

  • 08:00 Uhr Abfahrt Hotel
  • 08:30 Uhr Besichtigung Baustelle
  • 11:30 Uhr Besuch EU Parlament
  • 14:30 Uhr Besichtigung Baustelle
  • 17:00 Uhr Weiterfahrt nach Rotterdam
  • 19:30 Uhr Ankunft Rotterdam, freier Abend, Übernachtung in Rotterdam

Freitag 18.10.19

  • 08:00 Uhr Abfahrt Hotel
  • 08:30 Uhr Besichtigung Asphaltaufbereitungsanlage
  • 11:00 Uhr Besichtigung Sturmflutbauwerk
  • 15:00 Uhr Besichtigung Hafen Rotterdam
  • 19:00 Uhr Abendprogramm und Übernachtung in Rotterdam

Samstag19.10.19

  • 08:00 Uhr Rückfahrt nach Saarbrücken.

Der Kostenbeitrag für die 3-tägige Exkursion für Busfahrt, 3 Übernachtungen im DZ mit Frühstück, Baustellenbesuche und Führungen beträgt:

  • Für Mitglieder von FES.bi im DZ:255,00 €
  • Für Nicht-Mitglieder von FES.bi im DZ:305,00 €
  • (Einzelzimmerzuschlag für 3 Nächte: 90,00 €> entspricht 345,00 € bzw.395,00 €

Anmeldung und weitere Infos beim Bezirksvorstand.

 

Bezirkstag am 15.05.2019

Erfreulicher Weise konnten zum diesjährigen Bezirkstag am 15. Mai wesentlich mehr Teilnehmer als in vergangenen Jahr begrüßt werden.

Die Wahlen zum Bezirksvorstand brachten folgendes Ergebnis:

  • Bezirksvorsitzender: Gerhard Erbel
  • Stellvertreterin Bezirksvorsitzende: Petra Lux
  • Schatzmeister: Frank Weller
  • Stv. Schatzmeister: Patrik Schunk
  • Kassenprüfer: Jesko Atanaskowic, Bruno Gagliardi
  • Stv. Schriftführer: Dennis Burgardt

Für die langjährige Mitgliedschaft in Verband wurden folgende Kollegen geehrt:

Jürgen Mayer für 60 Jahre Mitgliedschaft und Willibald Jäckels für 45 Jahre Mitgliedschaft.

Der vorgesehene Vortrag zur Reaktivierung der Rosseltalstrecke musste leider entfallen, da der Referent den Termin vergessen hatte. Der Vortrag findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Der neue Termin wird im Internet bzw. per eMail mitgeteilt.

 

Die Zukunft des saarländischen Schienenverkehrs - Themenabend  am 05.06.2019

Am 5. Juni hatte der VCD Saarland in Kooperation mit BF Bahnen und dem VDEI Bezirk Saarland / Rheinland-Pfalz zu einen Vortrag mir dem Thema: "Die Zukunft des saarländischen Schienenverkehrs: Heute in 20 Jahren… eingeladen."

Der Referent, Dr. Werner Ried, Verkehrsgeograph, Repräsentant des Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Mitglied des VDEI gab zu Beginn seines Vortrages einen Überblick zu der einst in der Großregion Saarland – Lothringen – Luxemburg vorhandenen Eisenbahninfrastruktur. Bedingt durch die in der Region vorherrschende Montanindustrie und wegen militärstrategischer Gründe verfügte die Region mal über ein Eisenbahnstreckennetz von 3300 Km. Von dem einst dichtesten Eisenbahnstreckennetz der Welt werden heute nur noch 1600 Km genutzt. Seit dem Ende der 1980er Jahre sind 140 Streckenkilometer stillgelegt worden. Viele der früher bestehenden Querverbindungen zwischen den einzelnen Strecken sind nicht mehr durchgängig befahrbar. Heute konzentrieren sich die Verkehrsströme nur noch auf einige wenige Strecken. Der grenzüberschreitende Personen und Güterverkehr ist im Laufe der letzten Jahre auf einigen Strecken entfallen bzw. stark zurückgegangen wegen fehlender Elektrifizierung. Durch die Reaktivierung, den Ausbau und die Elektrifizierung der vorhandenen Eisenbahninfrastruktur könne das regionale Eisenbahnnetz einen erheblichen Beitrag zur Mobilitätssteigerung in der Region leisen. Insbesondere dann, wenn innovative Verkehrssysteme wie TramTrain in Bereichen mit hoher Siedlungsdichte eingeführt und das bestehe Netz von Haltepunkten verdichtet und optimiert würde. Wegen der großen Pendlerströme nach Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier sind die Straßen in diesen Städten heute schon an der Belastungsgrenze.
Auf seiner „Zeitreise“ 20 Jahre in die Zukunft stelle der Referent ein System von schnellen Ring und Querverbindungen zwischen den „Quattropol“ Städten Metz – Luxemburg- Trier und Saarbrücken vor, die auch das Hinterland erschließen. Bei den 29 Teilnehmern der Veranstaltung stieß der Vortrag auf reges Interesse.

 

Daimler Benz LKW Werk in Wörth am Rhein 13.03.2019 

Am 13. März konnten wir 23 Teilnehmer zur Besichtigung des Mercedes – Benz LKW Montagewerkes in Wörth begrüßen. In dem größten LKW Montagewerk der Welt werden durch mehr als 11000 Mitarbeiter täglich bis zu 470 LKW montiert, wobei jedes Fahrzeug ein Unikat ist. Jährlich verlassen mehr als 70000 unterschiedliche LKW Varianten das Werk, die in mehr als 150 Länder geliefert werden.
Bei dem Rundgang durch die Werkshallen erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die vollautomatisierte Produktion der Fahrerhauskarosserien. Die einzelnen Karosserieteile werden durch fahrerlose Transportsysteme den jeweiligen Bearbeitungszellen zugeführt. Der Einsatz modernster Schweiß-, Meß- und Steuerungstechnik ermöglicht es, aus der umfangreichen Produktpalette Fahrerhauskarosserien in beliebiger Reihenfolge mit hoher Präzision und Flexibilität zu bauen. Nach der Lackierung werden die Fahrerhäuser auf einem 420 m langen Montageband mit der kundenspezifischen Innenausstattung ausgestattet.

Im Bereich Endmontage konnte u.a. der weitere Aufbau des Fahrzeuges mit den Hauptkomponenten wie z.B. Motor, Getriebe und Fahrerhaus verfolgt werden bis schließlich das Fahrzeug mit eigenem Antrieb den Montagebereich verlässt.

 

Gruppenbild Woerth Mercedes 03.03.2019 k

 

Der Verband Deutscher Eisenbahn Ingenieure, Bezirk Saarland / Rheinland-Pfalz, fordert eine Verbesserung der Eisenbahninfrastruktur in der Grenzregion

Der VDEI, Verband deutscher Eisenbahningenieure, Bezirk Saarland/Rheinland-Pfalz, sieht dringenden Handlungsbedarf, die fachliche Bewertung un1d Entwicklung der Schieneninfrastruktur im Saarland und angrenzenden Regionen zu vertiefen und qualitativ auf ein höheres Niveau zu bringen. Insbesondere verdiene die Elektromobilität und klaffende Elektrifizierungslücken im Schienennetz, u. a. bei Niedtal-, Nahetal,- und Illtalbahn mehr Beachtung, die nicht durch kurzsichtige Pauschalkritik vereinfacht werden darf.

Wenig Verständnis hat der Fachverband insbesondere für Aussagen zur Wirtschaftlichkeit seitens des saarländischen Verkehrsministeriums bei Elektrifizierung der Niedtalbahn. Diese Strecke ist heute ein kurzer Abschnitt im europäischen Streckennetz ohne Fahrdraht, so dass eine Nutzung der Strecke für viele Eisenbahnverkehrsunternehmen aus Kostengründen scheitert. „Kein Bahnunternehmen kann für das nur 20 km kurze Streckenstück zwischen Bouzonville und Dillingen zusätzliche Diesellokomotiven und Personal bereithalten, um diese für die saarländische Wirtschaft interessante Entlastungsstrecke befahren zu können. Die fehlende Wirtschaftlichkeit ist somit eher Folge fehlender Elektrifizierung und nicht umgekehrt, wie das Ministerium bei seiner reduzierten Betrachtung rein bis zur Bundesgrenze glauben machen möchte“, kommentiert Dipl. Ing. Gerhard Erbel vom VDEI SL/RLP die aktuelle Presseberichterstattung.

Umso mehr bedarf es einer gesamtheitlichen und kooperativen Betrachtung solcher Investitionen unter Integration von Güter- und Personenverkehrsangeboten. Landesplanung, Nachbarregionen und die Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) müssen gemeinsam an einen Tisch, um weitsichtig zu planen und die jetzt besonders günstigen Fördermöglichkeiten bei Nebenstrecken und Elektrifizierung gerade insbesondere im grenzüberschreitenden Kontext auch zu nutzen. Das Saarland ist eines der wenigen Bundesländer, dass noch keine Förderanträge gestellt hat und sogar bei den Planungen der Elektrifizierung im Illtal ausgestiegen ist.

Der VDEI begrüßt hingegen das Vorhaben des saarländischen Aufgabenträges im SPNV, Antriebe auf Basis von Akku- und Wasserstofftechnik zum Einsatz zu bringen. Diese Technik dürfe hingegen nicht missbraucht werden, um die technischen Vorteile und die Wirtschaftlichkeit eines durchgehenden elektrifizierten Streckennetzes in Frage zu stellen. Die Elektromobilität im Bahnverkehr ist unschlagbar zuverlässig und kostengünstig gegenüber Diesel- und anderen alternativen Antriebstechniken.