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Ergebnisse der Recherche des Verbandes Deutscher Eisenbahn-Ingenieure

Frankfurt am Main, 16. Juli 2019 - Im Rahmen seiner Mission Nachwuchsingenieure für den Schienenverkehr zu begeistern und zu fördern, hat der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) unter Leitung des Präsidenten, Thomas Mainka, den zukünftigen Ingenieurbedarf im Bahnsektor bis 2030 recherchiert. Das Ergebnis zeigt, dass insbesondere durch die beschlossene Verkehrswende und die erklärten Klimaziele ein großer zukünftiger Wandel im Bahnsektor ansteht, der mehr Nachwuchsingenieure fordert denn je. Hinzu kommt, erklärt Thomas Mainka „In den kommenden Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand. Dies betrifft nicht nur Deutschland, auch in Österreich und der Schweiz ist der Anteil älterer Ingenieure sehr hoch“.

Durch die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung mit Nutzung des 5-G-Netzes und künstlicher Intelligenz nimmt die Komplexität des Bahnsystems weiter zu. Das erfordert die Bereitschaft des Ingenieurnachwuchses sich permanent beruflich weiterzuentwickeln. 

Die Recherche des VDEI ergab, dass der Ingenieurbedarf bis 2030 gut die Hälfte der aktuell im Bahnbereich tätigen Ingenieure beträgt. Das ergibt einen geschätzten Bedarf von mindestens 33.000 Ingenieuren, die in den nächsten 11 Jahren ausgebildet und eingestellt werden müssen. Thomas Mainka appelliert an dieBahnbranche „Wir müssen mehr Schüler, Studenten und Quereinsteiger für den Bahnsektor begeistern. Die Schiene braucht ein besseres Image, dass nur durch eine bessere Qualität des Betriebes und eine höhere Kundenfreundlichkeit erreicht wird. Insbesondere weibliche Nachwuchskräfte müssen für eine technisch orientierte Tätigkeit im Bahnbereich gewonnen werden“. Die Recherche zeigt, dass die Studenten- und Absolventenzahlen in den MINT-Studiengängen zwar leicht zu nehmen, aber nicht den Bedarf an Ingenieuren im Bahnsektor abdeckt, der erforderlich ist.

Der ausführlichen Bericht zu der Recherche „Ingenieurbedarf im Bahnsektor bis 2030“ steht hier zum kostenlosen Download bereit:  pdf Ingenieurbedarf im Bahnsektor bis 2030 (261 KB)

Frankfurt am Main, 24. Mai 2019 - Gestern, 23.05.2019 wurde das neue Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) in den Räumen des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) am Standort Dresden eröffnet. Die Gründung des Zentrums ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Bahnsystems.

Als unabhängige Einrichtung soll das DZSF Forschungsinitiativen der Industrie, der Hochschulen und der Bahnunternehmen für den Bahnsektor bündeln und finanziell fördern. „Die Gründung ist ein positiver Impuls für das umwelt- und klimafreundliche System Schiene“ begrüßte Thomas Mainka, Präsident vom Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V., das neu geschaffene Forschungszentrum.

 

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v.l.:  Gerald Hörster (Eisenbahn-Bundesamt), Dirk Flege (Allianz pro Schiene), Andreas Scheuer (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Thomas Mainka (Verband deutscher Eisenbahn-Ingenieure)

Kontakt:

Dr.-Ing. Thomas Mainka
V.i.S.Sd.P.

Tel: 069 23 61 71
E-Mail: presse@vdei.de