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Am 02. November 2019 feierte der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) sein 70-jähriges Bestehen. In Frankfurt am Main, dem Sitz der Verbandgeschäftsstelle, beging das Präsidium mit über 100 Mitgliedern und Ehrengästen die Feierlichkeit. 

In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Dr. Thomas Mainka, Präsident des VDEI, an die bewegte Geschichte des Verbandes und betonte „Ich weiß es sehr zu schätzen, welches persönliche Engagement von jedem ehrenamtlich neben Beruf und Privatleben eingebracht wird, um insbesondere der nachfolgenden Ingenieur-Generation im Zeitalter der Digitalisierung den Weg in eine gute Zukunft zu bereiten“. 

Es gratulierten die Stadt Frankfurt, vertreten durch Stadtrat Klaus Oesterling und die Deutsche Bahn, vertreten durch Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Hessen und überbrachten Ihre Grußworte. Dabei stand Frankfurt als bedeutender Bahnknotenpunkt Deutschlands im Mittelpunkt. Danach referierte Dr.-Ing. Volker Kefer, Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure e.V. zum Thema „Ingenieure in der Digitalen Transformation“. Über die "Herausforderungen der Deutschen Bahn in den nächsten Jahren“ berichtete Frank Sennhenn, Vorsitzender der DB Netz AG, in seiner anschließenden Rede. 

Die Siegerehrung der Gewinner des verbandseigenen Fotowettbewerbs und der Auftritt des Poetry Slamers Marvin Weinstein aus Berlin, mit einem eigens für den VDEI geschriebenen Text, rundeten die Veranstaltung ab. Zum Abschluss gab Dr. Joachim Warlitz, Vizepräsident des Verbandes, einen kurzen Überblick über aktuelle Ziele für der sich der VDEI einsetzt und bedankte sich bei allen, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben. Moderiert wurde die Jubiläumsveranstaltung unterhaltsam und professionell von Dr. Katja Hüske, DB Engineering & Consulting GmbH.

Nach den Vorträgen blieb den Gästen genügend Zeit, um bei einem Festessen den Fernblick über die Dächer Frankfurts aus dem 25./26. Stock des Tower Rooms im Leonardo Royal Hotel in Sachsenhausen zu genießen.

Die Notwendigkeit, sich fachübergreifend auszutauschen, führte Ende 1949 zur Gründung des „Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V.“. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges nahmen die Anforderungen an die damaligen Eisenbahn-Ingenieure aufgrund der zerstörten Infrastruktur und fehlenden Logistik unermesslich zu. Hohes Fachwissen bestimmte in allen technischen Bereichen das praxisbezogene Engagement. In den vergangenen 70 Jahren entwickelte sich der VDEI immer weiter, konnte seine Mitgliederzahlen in Spitzenzeiten bis auf 6.000 steigern und eine Fortbildungseinrichtung, eigens für Eisenbahn-Ingenieure aller Fachbereiche, die VDEI Akademie, gründen.

Ergebnisse der Recherche des Verbandes Deutscher Eisenbahn-Ingenieure

Frankfurt am Main, 16. Juli 2019 - Im Rahmen seiner Mission Nachwuchsingenieure für den Schienenverkehr zu begeistern und zu fördern, hat der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) unter Leitung des Präsidenten, Thomas Mainka, den zukünftigen Ingenieurbedarf im Bahnsektor bis 2030 recherchiert. Das Ergebnis zeigt, dass insbesondere durch die beschlossene Verkehrswende und die erklärten Klimaziele ein großer zukünftiger Wandel im Bahnsektor ansteht, der mehr Nachwuchsingenieure fordert denn je. Hinzu kommt, erklärt Thomas Mainka „In den kommenden Jahren gehen die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand. Dies betrifft nicht nur Deutschland, auch in Österreich und der Schweiz ist der Anteil älterer Ingenieure sehr hoch“.

Durch die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung mit Nutzung des 5-G-Netzes und künstlicher Intelligenz nimmt die Komplexität des Bahnsystems weiter zu. Das erfordert die Bereitschaft des Ingenieurnachwuchses sich permanent beruflich weiterzuentwickeln. 

Die Recherche des VDEI ergab, dass der Ingenieurbedarf bis 2030 gut die Hälfte der aktuell im Bahnbereich tätigen Ingenieure beträgt. Das ergibt einen geschätzten Bedarf von mindestens 33.000 Ingenieuren, die in den nächsten 11 Jahren ausgebildet und eingestellt werden müssen. Thomas Mainka appelliert an dieBahnbranche „Wir müssen mehr Schüler, Studenten und Quereinsteiger für den Bahnsektor begeistern. Die Schiene braucht ein besseres Image, dass nur durch eine bessere Qualität des Betriebes und eine höhere Kundenfreundlichkeit erreicht wird. Insbesondere weibliche Nachwuchskräfte müssen für eine technisch orientierte Tätigkeit im Bahnbereich gewonnen werden“. Die Recherche zeigt, dass die Studenten- und Absolventenzahlen in den MINT-Studiengängen zwar leicht zu nehmen, aber nicht den Bedarf an Ingenieuren im Bahnsektor abdeckt, der erforderlich ist.

Der ausführlichen Bericht zu der Recherche „Ingenieurbedarf im Bahnsektor bis 2030“ steht hier zum kostenlosen Download bereit:  pdf Ingenieurbedarf im Bahnsektor bis 2030 (146 KB)

Frankfurt am Main, 24. Mai 2019 - Gestern, 23.05.2019 wurde das neue Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) in den Räumen des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) am Standort Dresden eröffnet. Die Gründung des Zentrums ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Bahnsystems.

Als unabhängige Einrichtung soll das DZSF Forschungsinitiativen der Industrie, der Hochschulen und der Bahnunternehmen für den Bahnsektor bündeln und finanziell fördern. „Die Gründung ist ein positiver Impuls für das umwelt- und klimafreundliche System Schiene“ begrüßte Thomas Mainka, Präsident vom Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V., das neu geschaffene Forschungszentrum.

 

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v.l.:  Gerald Hörster (Eisenbahn-Bundesamt), Dirk Flege (Allianz pro Schiene), Andreas Scheuer (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Thomas Mainka (Verband deutscher Eisenbahn-Ingenieure)

Kontakt:

Dr.-Ing. Thomas Mainka
V.i.S.Sd.P.

Tel: 069 23 61 71
E-Mail: presse@vdei.de