Der zweite Urlaubstrip führte mich am 15.07.2026 nach Hamburg, wo mich die Besichtigung einer weiteren, kurz vor dem Einbau an ihrem 400 Meter entfernten Bestimmungsort befindliche Brücke mit ebenfalls nicht kleinen Bögen erwartete. Es handelte sich hierbei um die auf einem öffentlichen Parkplatz seit Anfang 2024 fertig zusammengebaute Sternbrücke, die aktuell auf mehreren Hydraulik-Zylindern mit einer Tragfähigkeit von 700 bis 1000 Tonnen steht und für den Transport vorbereitet wurde.
Der VDEI-Bezirk Hamburg konnte kurzfristig eine Baustellenbesichtigung mit Betreuung seitens der Bauprojektleiterin Janna Widmaier organisieren. Die Bögen in dieser Größe waren erforderlich, weil die Brücke mit einer Masse von 3900 Tonnen in der Mitte nicht durch Pfeiler unterstützt werden sollte, wie es bei Vorgängerbrücke der Fall war.

Baustellenbesichtigung neue und alte Sternbrücke. Die linke Trasse in der Brücke ist für die Fernbahn, die rechte für die S-Bahn. Die Träger am Widerlager 1810 werden verstärkt. (Quelle: Dittmer)
Während der Besichtigung wurde auch der Abriß der 1926 errichteten Vorgängerbrücke am Widerlager 1810 vorbereitet und dieses Widerlager mit Bohrpfählen bis zu 42 Meter tief in die Erde für die neue Brücke verstärkt. Die Besuchergruppe wurde auch von Jörg Holzgrefe begrüßt, dem Leiter der Infrastrukturprojekte im Regionalbereich Nord bei der DB InfraGO und Nachfolger von Frank Limprecht. Der Transport der Sternbrücke zum genannten Widerlager gelang am 30.07.2026 reibungslos, und auch die ersten Züge konnten planmäßig am 28.08.2028 fahren.
Michael Dittmer

