Digitalisierung ist in aller Munde – im Beruf und im Privaten, in Verwaltung und in der Industrie und bei der Planung, Ausführung und Dokumentation von Projekten unserer Eisenbahn, Stichwort: digitale Stellwerke. Aber wie können wir Menschen diesen Wandel mit all unseren Sinnen erfassen und verstehen? Auf diese Frage suchen VDEI-Mitglieder aus Südbayern Antworten und besuchen hierzu zwei Kunstausstellungen in München.
In der Alten Pinakothek porträtieren analog Malende aus dem 18., 19. und 20. Jhdt. ihre Epoche, zeitnah und aktuell. Sie zeigen uns ihre Sicht auf die beginnende Industrialisierung und den kom-menden Eisenbahnverkehr, bleiben dabei aber ihrem impressionistischen Malstil verbunden.

Dann der Kontrast. Die Schau von Miguel Chevalier in der Kunsthalle München entführt uns in eine Welt des Digital by Nature. Mit einem Hologramm übersetzt er die Unendlichkeit des hexadezi-malen Datenraums. Künstliche Intelligenz programmiert unendlich viele Variationen eines Blu-menmeers und projiziert diese als bewegte Bilder an die Wand eines Ausstellungsraumes. Und diese Bilder interagieren zusätzlich noch mit den Bewegungen der Besucher.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein merken wir, Analoges zu begreifen sind wir alle gewohnt. Die digitale Welt stellt für unsere Wahrnehmung Neuland dar. Vielleicht liegt das an der Lebenserfahrung, die viele von uns noch aus der analogen Welt mitbringen.
Quelle Artikel und Fotos: Hanno Röscheisen

