Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure blickt mit Bestürzung und großer Sorge auf die aktuellen Geschehnisse. Wir verurteilen die kriegerischen Angriffe Russlands auf die Ukraine zutiefst. Unsere Solidarität gilt unseren Eisenbahnkollegen im Kriegsgebiet und allen unschuldig betroffenen Menschen.

Die europäischen Eisenbahngesellschaften haben nach dem Ende des Kalten Krieges 1989 begonnen Brücken in Europa zu bauen. Es wurde zur Selbstverständlichkeit, dass Hochgeschwindigkeitszüge aus Deutschland zwischen St. Petersburg und Moskau fahren, es ist selbstverständlicher geworden, dass Züge mit Wagen aus Russland, der Ukraine und Polen bis nach Westeuropa in die Niederlande oder nach Frankreich fahren. Man machte Geschäfte ohne die alte Brille des Ost-West-Konflikts und traf sich regelmäßig auf internationalen Fachmessen.

Konflikte zwischen Ländern sorgen stets für Leid bei Menschen. Es trifft Geschäftspartner, Bekannte, Freundschaften. Es trifft Unternehmen und ihre Mitarbeitenden sowie deren Familien. Es trifft Mitglieder unseres Verbands und deren Angehörige.

Jetzt ist die Politik mehr denn je gefordert, ergebnisorientiert miteinander zu sprechen und zu verhandeln, damit Menschen - sowie die lebensnotwendige Infrastruktur - so wenig wie möglich zu Schaden kommen.

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