14.12.2021 - Zur Herausgabe des Koalitionsvertrages zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP reagierte der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) mit der Veröffentlichung eines Positionspapiers auf seiner Website.

Zusammenfassend stellt der VDEI für die weitere Ausrichtung der Zukunft der Schienenbranche fest: Viele Details im Koalitionsvertrag „Mehr Fortschritt wagen“ erzeugen Hoffnung in Richtung einer Verkehrswende. Gleichzeitig aber auch Skepsis, da konkrete Daten dazu vielfach fehlen und Handlungsspielräume in verschiedene Richtungen ermöglichen. Jetzt ist schnelles und nachhaltiges Handeln seitens des Bundesverkehrsministeriums gefragt: Im Koalitionsvertrag wurden die Wachstumsziele für den Bahnsektor deutlich nach oben gesetzt, um einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz durch Entlastung des Straßenverkehrs zu leisten. Die Verkehrsleistung im Personenverkehr auf der Schiene soll bis 2030 verdoppelt werden, der Güterverkehr soll bis 2030 auf einen Anteil von 25 % ebenfalls steigen. Dies stellt eine enorme Herausforderung dar. Die weitere Digitalisierung im Bahnsektor und die notwendige Verstärkung des Schienennetztes müssen dafür massiv beschleunigt werden, stellt der VDEI fest. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass der gravierende Personalengpass unter Ingenieuren, die maßgeblich für die Planung und Umsetzung der Maßnahmen benötigt werden, behoben werden muss. 

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